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28.03.2017 – Uruguay beendet UN-Mission in Haiti im April

Uruguays Staatspräsident Tabaré Vázquez hat den Rückzug der in Haiti stationierten uruguayischen UN-Soldaten im Laufe des Aprils angekündigt. Uruguay ist seit 2004 mit bis zu 1.100 Soldaten an der “Stabilisierungsmission der Vereinten Nationen in Haiti” (MINUSTAH) beteiligt. Bereits 2014 begann der allmähliche Rückzug uruguayischer Truppen, derzeit besteht die Mission des südamerikanischen Landes nur noch aus rund 250 Angehörigen. Deren Mandat endet nun Ende März. Bis Ende April sollen dann sämtliche Missionsangehörige aus Uruguay die Karibikinsel verlassen haben.

22.03.2017 – Fleischskandal in Brasilien

Mehrere fleischverarbeitende Betriebe in Brasilien sollen über Jahre abgelaufene Produkte umgepackt und Fleisch, das nicht mehr zum Verzehr geeignet war, verkauft haben. Obwohl die betroffenen Betriebe “nur” für ein Prozent der gesamten Exporte verantwortlich sind, haben bereits mehrere Länder einen Import-Stopp für brasilianisches Fleisch verhängt. Der Gammelfleisch-Skandal könnte eine große Chance für die Produzenten aus Argentinien, Paraguay und Uruguay sein. Sollte Brüssel beschließen, die Türen für brasilianische Produkte zu schließen, wird das den anderen drei großen Exporteuren von Rindfleisch aus der Region direkt zugute kommen. Nach Angaben der Europäischen Kommission hat die EU im Jahr 2015 für fast 360 Millionen Euro Fleisch aus Argentinien, für 210 Millionen aus Uruguay und für 11 Millionen aus Paraguay importiert. Innerhalb der EU waren die wichtigsten Abnehmer Deutschland, Holland, Italien und Großbrittanien.

14.03.2017 – Historischer Tourismus-Rekord

Uruguay gilt als eines der sichersten Länder Lateinamerikas – einer von vielen Gründen für den auch weiter boomenden Tourismus, für den in den ersten Monaten des laufenden Jahres ein historischer Rekord verzeichnet wurde. Nach Angaben des Tourismus-Ministeriums begrüßte das Land im Januar und Februar dieses Jahres insgesamt 1.089.000 Touristen. Nach Angaben des Ministeriums wurde bei den Touristen-Ankünften aus Argentinien mit einem Wachstum von 25 Prozent der größte Anstieg registriert (insgesamt 846.000), gefolgt von Brasilien (103.000). Die meisten Besucher, nämlich 312.000, empfing Punta del Este, gefolgt von Montevideo mit 150.000. Im Gesamtjahr 2016 begrüßte Uruguay 3.328.450 Touristen aus dem Ausland, ein Anstieg von 12,3% zum Jahr 2015 und ebenfalls schon ein Rekord für das Land.

14.03.2017 – Massendemonstrationen gegen häusliche Gewalt

An einer Demonstration gegen häusliche Gewalt und Frauenmorde, eine der größten in der Geschichte des Landes, nahmen in Montevideo mehr als 300.000 Menschen teil. Die Gewerkschaften unterstützten die Aktionen gegen häusliche Gewalt und für Gleichbehandlung in allen Ländern des Kontinents. Das öffentliche Gesundheitswesen streikte 12 Stunden lang, ebenso der gesamte öffentliche Dienst. Der Bürgermeister von Montevideo und seine Kabinettsmitglieder stifteten jeweils ihre Gehälter einer Organisation gegen häusliche Gewalt. Das Verteidigungsministerium des Landes hat dem gesamten weiblichen Personal an dem Tag freigegeben. Auch in acht weiteren Städten Uruguays kam es zu Demonstrationen, Kundgebungen, Arbeitsniederlegungen und Versammlungen.

13.03.2017 – Klimaschutz: Lateinamerika überholt Europa

Der WWF (World Wide Fund For Nature) lobt in seinem Bericht “Die globale Situation der erneuerbaren Energien” die Rolle einiger Länder Lateinamerikas, wobei speziell Costa Rica, Nicaragua, Honduras und Uruguay erwähnt werden, aber auch einige positive Entwicklungen in Ecuador und Brasilien. Costa Rica und Uruguay sind schon seit geraumer Zeit in der Lage, die Stromversorgung fast vollständig mit erneuerbaren Energien zu decken. In Uruguay wird dabei bisang besonders auf die Windkraft gesetzt.

09.03.2017 – Marihuana bleibt am häufigsten beschlagnahmte Droge

Nach der im Jahr 2013 erfolgten Legalisierung des Konsums und des Anbaus von Cannabis ist der illegale Handel mit Marihuana in Uruguay nicht zurück gegegangen, sondern angestiegen, und zwar dramatisch. Bereits in der Vergangenheit war Marihuana die am häufigsten illegal nach Uruguay eingeführte Droge, wobei der mit Abstand größte Teil aus Paraguay kam. Nach Angaben der Behörden war Marihuana auch 2016 die am häufigsten beschlagnahmte Droge. Insgesamt wurden von Januar bis Mitte Dezember 2016 4,3 Tonnen beschlagnahmt (2,5 Tonnen im Jahr 2015), gefolgt von Kokain mit 144,4 Kilogramm.

12.02.2017 – Zunehmende Gewalt gegen Frauen

Uruguays Mitte-links-Regierungsbündnis Frente Amplio und die größte Oppositionspartei, die Nationalpartei, fordern die beschleunigte Verabschiedung des Gesetzes gegen Frauenmord. Der entsprechende Entwurf wurde bereits Anfang 2015 im Parlament bearbeitet, liegt seither jedoch in den Schubladen einer speziell eingerichteten Kommission. Auslöser war eine neuerliche Gewalttat, bei der eine Frau durch ihren Ehemann getötet wurde. Im Jahr 2016 sind laut Statistik des uruguayischen Innenministeriums 22 Frauen ermordet worden. Seit Jahresbeginn sind es nun fünf Opfer, doppelt so viele wie im gleichen Zeitraum des Vorjahres.

11.02.2017 – Mercosur und Pazifik-Allianz nähern sich an

Nach dem Ausschluss Venezuelas nimmt der Staatenbund “Mercosur” (Argentinien, Brasilien, Paraguay, Uruguay) weiter Fahrt auf. Argentiniens Präsident Macri und seine chilenische Amtskollegin Michelle Bachelet werden sich am Sonntag (12.) in den chilenischen Stadt Colina zu einer bilateralen Zusammenkunft treffen und die Möglichkeiten der Stärkung der Verbindungen zwischen dem Mercosur und der Pazifik-Allianz (Chile, Kolumbien, Mexiko, Peru) diskutieren.

08.02.2017 – Merkel und Vásquez beraten über Freihandel

Deutschland und Uruguay setzen sich für den erfolgreichen Abschluss eines Freihandelsabkommens zwischen der EU und Mercosur ein. Auch in den Bereichen Infrastruktur, Energie und Landwirtschaft sollen die Beziehungen ausgebaut werden, so Bundeskanzlerin Merkel beim Besuch von Uruguays Präsident Vázquez in Berlin. Merkel lobte die positive und nachhaltige Entwicklung Uruguays, vor allem mit Blick auf die gemeinsamen Werte in der Politik. Sie hob außerdem Uruguays Bemühungen im Kampf gegen Armut und bei der nachhaltigen Bewirtschaftung der Natur hervor. Mit dem besten Gini-Koeffizienten (Maßstab zur Verteilung von Einkommen und Vermögen in einem Staat) in Lateinamerika zeige Uruguay, dass man “nicht nur die Wirtschaft vorantreibe, sondern auch die Verteilung unter den Menschen vernünftig gestalten möchte”. Uruguay sei außerdem ein gutes “Beispiel für international sehr verantwortungsvolles Handeln”, so die Kanzlerin. Merkel nannte den industriellen Bereich als einen wichtigen Anknüpfungspunkt der bilateralen Zusammenarbeit. Deutschland könne Uruguay im Rahmen eines industriellen Infrastrukturprogramms unterstützen. Es könne sich beispielsweise am Ausbau der Schienen-Infrastruktur beteiligen. Dazu werde es eine Absichtserklärung mit dem uruguayischen Verkehrsministerium geben. Uruguay arbeite außerdem an einer nachhaltigen Energieversorgung auf der Basis erneuerbarer Energien. “Hier ergeben sich gemeinsame Punkte mit dem Umweltministerium”, betonte Merkel. Darüber hinaus lege Uruguay großen Wert auf eine nachhaltige Landwirtschaft. Dazu wird […]