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3. Wie geht das mit dem Container?

Posted by admin on 22. September 2017
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Grundsätzlich ist der Versand eines Containers nach Uruguay natürlich kein Problem, da es aber einerseits sowohl auf der europäischen Seite als auch hier in Uruguay eine geradezu unübersehbare Menge an Firmen gibt (Speditionen, Reedereien, Schiffsmakler), die einen damit verbundenen Service anbieten, und da andererseits den meisten Leuten naturgemäß jede Kenntnis in diesem nicht ganz unkomplizierten Geschäft fehlt, gibt es kaum ein anderes Gebiet, auf dem die Erfahrungen und schließlich auch der finanzielle Aufwand der Einwanderer so unterschiedlich ausfallen.

Zunächst gibt es die vermeintlich unkomplizierteste Möglichkeit, eine Spedition mit der gesamten Abwicklung zu betrauen. In diesem Fall sollte es eigentlich so sein, dass man sich um nichts weiter zu kümmern braucht – dafür zahlt man bei einem solchen Rundum-Service schließlich. In der Regel wird das auch sicher funktionieren, aber leider kennen wir mittlerweile einige Fälle, in denen sich der Glaube daran als falsch und nicht selten auch sehr teuer erwiesen hat.

Um das zu verstehen, sollte man wissen, dass es kein Unternehmen gibt, welches den kompletten Transport von Haus zu Haus inklusive der nötigen Hafen- und Zollabwicklungen aus einer Hand bieten kann. Speditionen müssen zwangsläufig mit Partnern arbeiten, das heißt zum Beispiel mit einer Reederei für die Verschiffung selbst, einem Schiffsmakler (in Uruguay: Despachante) für die Hafen- und Zollabwicklung und unter Umständen einem zusätzlichen Transportunternehmen, welches schließlich für die Überführung des Containers zu Ihrem neuen Zuhause in Uruguay sorgt.

Da Sie aber bei der Abwicklung über einen Spediteur das ganze Paket unterschiedlicher Leistungen der verschiedenen Unternehmen zusammen bezahlen, kann schnell die Kostentransparenz verloren gehen und es kann darüber hinaus nicht ganz selten auch zu u. U. sehr teuren Kommunikationsproblemen zwischen den beteiligten Firmen kommen.

Wir wollen damit keinesfalls sagen, dass es nicht sehr gute und auch preiswerte Speditionen gibt, aber wir haben Fälle erlebt, in denen bei den beteiligten Unternehmen der eine nichts vom anderen wusste, der dringend nötige zügige Informationsfluss untereinander nicht erfolgte und Container aus diesem Grunde viele teure Tage lang im Hafen auf ihren Abtransport warteten. Das Problem für die Kunden bestand in diesen Fällen vor allem darin, dass keines der Unternehmen sich für die eingetretenen Verzögerungen verantwortlich zeigte und es schließlich und endlich immer am Anderen bzw. in letzter Konsequenz am uruguayischen Zoll gelegen haben soll.

Falls Sie den Auftrag für den Transport Ihres Containers an eine Spedition vergeben, sollten Sie darauf achten, dass Sie einen genauen Überblick über die einzelnen Kostenfaktoren haben.

Die Kosten teilen sich wie folgt auf:

  1. Die Beladung des Containers (falls keine eigene Beladung erfolgt)
  2. Der Transport des Containers zum Hafen in Europa
  3. Die sogenannten Terminal Handling Charges (THC) im Heimathafen
  4. Der Container selbst bzw. dessen Verschiffung
  5. Die Terminal Handling Charges (THC) in Montevideo
  6. Die Kosten für die Abwicklung beim uruguayischen Zoll
  7. Der Schiffsmakler oder sog. Despachante, der sich um die gesamte Abwicklung im Hafen Montevideo kümmert
  8. Kosten für den Zollmitarbeiter, der den Inhalt des Containers überprüft
  9. Transport des Containers innerhalb von Uruguay
  10. Entladung des Containers (falls gewünscht)

Die meist kostengünstigere Alternative zur Abwicklung über eine Spedition ist natürlich eine individuelle Beauftragung der verschiedenen Unternehmen. Das ist bei weitem nicht so kompliziert, wie es zunächst scheinen mag.

Wir persönlich haben mit so einer individuellen Lösung die besten Erfahrungen gemacht und helfen unseren Kunden auch hier gern weiter.

Egal, für welche Lösung Sie sich letztendlich entscheiden, Sie sollten einige grundsätzliche Tipps beachten:

  1. Lassen Sie sich auf keinen Fall zum „günstigen“ Kauf eines eigenen Containers überreden. Bei der Einfuhr würde ein solcher Container verständlicherweise nicht zum „Hausrat“ gezählt und entsprechend verzollt. Das kann sehr teuer werden.
  2. Bereiten Sie Ihr Umzugsgut für den Transport vor: Verwenden Sie stabile Kisten, am besten Umzugskartons, schützen Sie feuchtigkeitsempfindliche Teile, vor allem Elektronik wie Computerzubehör zusätzlich mit Folie, verpacken Sie Möbel und sperrige Teile in Kartonagen, z. B. Rollwellpappe, nummerieren Sie alle Kisten bzw. Umzugsstücke (s. Bedingungen für die Einfuhr der persönlichen Habe ), besorgen Sie ausreichend Zurrgurte und Decken zum Polstern.
  3. Unabhängig davon, ob Sie den Container selbst beladen oder ihn beladen lassen, achten Sie auf eine absolut transportsichere Beladung. Die schwersten Sachen sollten dabei zuunterst beladen werden und gleichmäßig im Container verteilt sein. Hier gilt wirklich: Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser – wir können das auch aus eigener Erfahrung nicht deutlich genug sagen. Denken Sie daran: Der Container und damit Ihr Hab und Gut müssen unterwegs einiges aushalten.
  4. Falls Sie den Container selbst beladen möchten, lassen Sie ihn freitags anliefern. Das kostet oft kaum mehr als an jedem anderen Wochentag, aber Sie haben das ganze Wochenende Zeit zum Packen, da der Container in der Regel erst am Montag wieder abgeholt wird.
  5. Achten Sie darauf, dass der Container in Ihrem Beisein verplombt wird. Diese Verplombung darf später auch nur in Ihrem Beisein wieder entfernt werden. Zusätzlich zur Verplombung ist es ratsam, den Container mit einem eigenen Schloss zu verschließen.
  6. Nach der Bezahlung der Containerverschiffung erhält man die sogenannte Bill of Lading (BOL). Lassen Sie sich für den Fall, dass Sie eine Spedition mit der gesamten Abwicklung betrauen, auf jeden Fall eine Kopie dieses Dokuments geben, denn die BOL ist der Nachweis, dass Sie der Eigentümer des Umzugsguts sind, so etwas wie der KFZ-Brief Ihrer Containerfracht, ohne den der Container nicht aus dem Ankunftshafen zu bekommen ist.
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