22.03.2017 – Fleischskandal in Brasilien

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Mehrere fleischverarbeitende Betriebe in Brasilien sollen über Jahre abgelaufene Produkte umgepackt und Fleisch, das nicht mehr zum Verzehr geeignet war, verkauft haben. Obwohl die betroffenen Betriebe “nur” für ein Prozent der gesamten Exporte verantwortlich sind, haben bereits mehrere Länder einen Import-Stopp für brasilianisches Fleisch verhängt. Der Gammelfleisch-Skandal könnte eine große Chance für die Produzenten aus Argentinien, Paraguay und Uruguay sein. Sollte Brüssel beschließen, die Türen für brasilianische Produkte zu schließen, wird das den anderen drei großen Exporteuren von Rindfleisch aus der Region direkt zugute kommen. Nach Angaben der Europäischen Kommission hat die EU im Jahr 2015 für fast 360 Millionen Euro Fleisch aus Argentinien, für 210 Millionen aus Uruguay und für 11 Millionen aus Paraguay importiert. Innerhalb der EU waren die wichtigsten Abnehmer Deutschland, Holland, Italien und Großbrittanien.

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