17.07.2016 – Bundespräsident Gauck für Freihandelsabkommen

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Bundespräsident Joachim Gauck hat sich bei seinem Staatsbesuch in Uruguay für ein Freihandelsabkommen zwischen der EU und der südamerikanischen Wirtschaftsgemeinschaft Mercosur eingesetzt. Freier Handel, betrieben nach vernünftigen und fairen Regeln könne Wohlstand und Lebensqualität dauerhaft erhöhen, sagte Gauck bei einem Mittagessen anlässlich des 100. Geburtstages der Deutsch-Uruguayischen Industrie- und Handelskammer in Montevideo.
Über ein Freihandelsabkommen der Europäischen Union mit dem Mercosur, dem Brasilien, Argentinien, Uruguay, Paraguay und Venezuela angehören, wird seit Jahren erfolglos verhandelt. Die europäischen Länder befürchten vor allem Einbußen ihrer Landwirtschaft durch Agrarimporte aus Südamerika.
Beim Besuch eines Ausbildungszentrums in Montevideo warb der Bundespräsident für das Modell der dualen Berufsausbildung in Deutschland. Mit einem solchen System könnten auch Jugendliche aus sozial schwierigen Verhältnissen eine Chance auf dem Arbeitsmarkt bekommen. Am Sonntag wird Gauck in Berlin zurückerwartet. Von Montag bis Donnerstag hatte er Chile besucht, danach Uruguay. Es war seine dritte Südamerika-Reise als Bundespräsident.

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