04.04.2015 – Regierung setzt Marihuana-Gesetz aus

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Die Regierung hat den Verkauf von Marihuana vorübergehend ausgesetzt, um die Auswirkungen des Gesetzes zu untersuchen. Die Entscheidung fiel zeitnah zur Veröffentlichung des Jahresberichts des Internationale Kontrollrates für Betäubungsmittel (INCB). Der INCB überwacht die Einhaltung der internationalen UNO-Drogenkontrollverträge über den Anbau, die Produktion und Verwendung von Drogen. In dem Jahresbericht wurden Uruguay und die US-Staaten Colorado und Washington gewarnt, mit ihrer Drogenpolitik die internationalen Drogenabkommen zu brechen und den Kampf gegen Drogenhandel negativ zu beeinflussen. Eine hochrangige Mission soll nach Uruguay geschickt werden, heißt es in dem Papier. Präsident Vázquez selbst war in der Vergangenheit ein Gegner der Legalisierung. Während des Wahlkampfes beugte er sich aber seiner Partei und versicherte, im Falle des Wahlsiegs das Gesetz umzusetzen. In einem Interview direkt nach seiner Wahl hatte er jedoch eine Modifikation des Gesetzes nicht mehr ausgeschlossen. Er äußerte vor allem Bedenken gegen den Verkauf von Marihuana in Apotheken.

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