Immobilien in Uruguay - van Bevern

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Uruguay-Nachrichten
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30. Juni 2009

Eine 60-jährige Frau stirbt in Montevideo an der Schweinegrippe, die damit endgültig auch Uruguay erreicht hat. Weitere 12 Personen sind interniert.
 

30. Juni 2009

Endgültige Ergebnisse der Wahl vom 28.06.09: Partido Nacional erhält 45,26 % der Stimmen, Präsidentschaftskandidaten: 1. Luis Alberto Lacalle 51,1 %, 2. Jorge Larañaga 42,9 %; Frente Amplio 40,14 %, Kandidaten: 1. José Mujica 52,2 %, 2. Danilo Astori 39,7 %; Partido Colorado 11,71 %, Kandidaten: 1. Pedro Bordaberry 72,3 %, Jose Amorin 14,8 %
 

29. Juni 2009

Bei der gestrigen Wahl der Kandidaten für die im Oktober anstehenden Präsidentschaftswahlen gewinnen in allen Parteien die im Vorfeld favorisierten Politiker. Bei der zur Zeit regierenden Linksfraktion Frente Amplio kann José Mujica ersten bestätigten Auszählungen zufolge 54 % der Stimmen für sich gewinnen. Ex-Wirtschaftsminister Danilo Astori kommt auf 38 %. Bei der Nationalpartei (Patido Nacional) gewinnt wie erwartet Luis Alberto Lacalle mit 54 % vor seinem Konkurrenten Jorge Larañaga mit 46 %. Etwas überraschend fällt hingegen die Stimmverteilung zwischen den Parteien aus. Die bisher regierende Frente Amplio liegt dabei offensichtlich mit ziemlichem Abstand hinter der Nationalpartei. Mujica und Lacalle sind die mit Abstand aussichtsreichsten Präsidentschaftsanwärter.

11. April 2009

Trotz der globalen Finanzkrise hält der Immobilienboom in Punta del Este an. Sozusagen zum krönenden Abschluss der diesjährigen Sommer-Saison wird in Puntas neuem Vorzeige-Projekt, dem preisgekrönten Acqua-Komplex, eine ca. 75 qm große Suite zum Rekordpreis von 7,3 Mio. US-Dollar verkauft.
 

4. April 2009

Nach nur einem Tag wird Uruguay von der Schwarzen Liste der Steueroasen gestrichen. Der Generalsekretär der OECD Angel Gurría erhielt von Uruguays Finanzminister Alvaro García die schriftliche Zusicherung, dass das südamerikanische Land die OECD-Normen zur Verhinderung von Steuerflucht offiziell einführen werde.
 

3. April 2009

Uruguay wird nach Abschluss des G20-Gipfels in London von der OECD neben Malaysia, Costa Rica und den Philippinen auf eine sog. Schwarze Liste der "Steuerparadiese" gesetzt. Den Ländern wird vorgeworfen, nicht mit den Steuerfahndern anderer Länder zusammen zu arbeiten. Die Liste wird von vielen Seiten heftig kritisiert und als Augenwischerei bezeichnet, da beispielsweise ansonsten oft als Steueroasen angeprangerten Gebieten wie der Isle of Man, Guernsey oder den amerikanischen Jungferninseln eine weiße Weste bescheinigt wird.
 

28. Februar 2009

Nach ergiebigen Regenfällen im Februar hat sich die Lage landesweit normalisiert.
 

12. Januar 2009

Die Regierung verhängt aufgrund der extremen Trockenheit nach langem Drängen der Landwirte den landwirtschaftlichen Notstand. Unter der Dürre leiden vor allem das Landesinnere und der Nordwesten. Nach Aussagen von Landwirtschaftsminister Ernesto Agazzi sind über 2,5 Millionen Hektar Weide- und Ackerland betroffen. Erschwert wird die Situation durch zahlreiche Brände in den Waldgebieten und auf den trockenen Feldern.

In den städtischen Gebieten kommt es durch die Dürre immer wieder zu Engpässen bei der Versorgung mit Leitungswasser. Nach Angaben des staatlichen Wetteramtes ist in Uruguay im Jahr 2008 durchschnittlich nur die Hälfte der Niederschläge gefallen, die in den vergangenen Jahren registriert wurde. Der jetzt verhängte Notstand erlaubt staatliche Beihilfen zur Futtermittelversorgung für die Viehwirtschaft und billigen Strom zum Betreiben von Wasserpumpen.
 

10. Januar 2009

Aufgrund einer bereits seit Monaten andauernden extremen Dürre verschärft sich landesweit die Situation in der Agrarwirtschaft und bei der Trinkwasserversorgung. Seit November kommt es vor allem in den dichter besiedelten Küstenregionen immer wieder zu Waldbränden. In einigen Regionen des Landes hat es schon seit Mitte 2008 keine erwähnenswerten Niederschläge mehr gegeben und da der Sommer gerade erst begonnen hat, rechnet man vorläufig auch nicht mit einer Entspannung der Lage.

5. Dezember 2008

Uruguays Präsident Tabaré Vázquez tritt überraschend aus der Sozialistischen Partei aus. Hintergrund seiner Entscheidung ist die scharfe Kritik aus den eigenen Reihen nach seinem Veto gegen ein neues Abtreibungsgesetz. Das neue Abtreibungsgesetz wurde nach monatelangen harten Debatten vom Parlament denkbar knapp verabschiedet (49 Ja-, 48 Nein-Stimmen).
 
Verglichen mit den in Europa üblichen Regelungen ist die Novelle nicht besonders revolutionär. Sie sieht eine sozialeIndikation vor, also das Recht auf Abtreibung innerhalb derDrei-Monats-Frist etwa bei extremer Armut der Schwangeren.
 
Vázquez, von Beruf Arzt und Spezialist für Krebserkrankungen, hattestets klargemacht, dass er als Abtreibungsgegner von seinem Veto-RechtGebrauch machen wird. Die Anhänger der Reform innerhalb derSozialistischen Partei sagten mit einiger Kaltschnäuzigkeit, man müsse es eben noch einmal probieren, wenn Vázquez nicht mehr im Amt sei.Uruguay wählt im Oktober 2009, und Vázquez darf der Verfassung zufolgenicht in direkter Folge für eine weitere Amtsperiode antreten.

Für die Sozialisten ist der Verlust ihres Vormannes ein schwererSchlag. Vázquez, 68, gehört der Partei seit den Zeiten der Diktatur inden Siebzigern an, als Bürgermeister von Montevideo von 1990 bis 1995war er der erste linke Amtsträger in Uruguay überhaupt - eineSymbolfigur des linken Regierungsbündnisses Frente Amplio, in der dieSozialisten nur eine unter diversen anderen Linksgruppierungen sind.
 

17. November 2008

Uruguays Fußball erlebt einen neuen Tiefpunkt. Nach einer Massenschlägerei von etwa 300 "Anhängern" im Anschluss an die Erstligabegegnung Danubio gegen Nacional in Montevideo hat der nationale Fußballverband AUF (Asociación Uruguaya de Fútbol) den Spielbetrieb bis auf weiteres gestoppt. Bereits 2006 waren die Spiele für mehrere Wochen unterbrochen worden, nachdem ein Fan erstochen worden war. Der nationale Fußball ist in Uruguay auf ein erbärmliches Niveau gesunken. Die Spiele der ersten Liga finden vor Minikulissen von manchmal nur 1.000 oder 2.000 Zuschauern statt und einige der Stadien würden in Europa selbst im Amateurbereich nicht genügen.
 

16. September 2008

Der erst 4 Monate alte Staatenbund UNASUR, dem auch Uruguay angehört, verurteilt bei einem Treffen in Santiago de Chile jeden Versuch eines möglichen zivilen Staatsstreiches in Bolivien. Die Präsidenten aus 9 südamerikanischen Ländern sicherten Präsident Evo Morales Unterstützung zu und wendeten sich in einer 9 Punkte umfassenden Erklärung gegen derartige Bestrebungen oppositioneller Gouverneure, die für die fünf Unruheprovinzen mehr Autonomie fordern. Aufgrund dieser Erklärung scheint sich die Situation in Bolivien zu entspannen. Morales und die fünf gegnerischen Gouverneure wollen miteinander sprechen. Boliviens Präsident zeigte sich deshalb mit der Erklärung hoch zufrieden: "Zum ersten Mal in der Geschichte Südamerikas beschließen die Länder unter sich, die Probleme Südamerikas selbst zu lösen. Es ist bekannt, dass früher, sogar bei internen oder bilateralen Angelegenheiten in Lateinamerika diese in den Vereinigten Staaten entschieden wurden."
 

27. Juni 2008

Vor der Küste Uruguays entdecken Geologen ein riesiges Erdgasfeld. Nach ersten Untersuchungen lagern zwischen 28 und 84 Milliarden Kubikmeter Erdgas im Atlantik vor der Küste. Über mögliche Ölvorkommen in dem Gebiet gibt es noch keine gesicherten Erkenntnisse.
 

23. Mai 2008

Die zwölf Länder Südamerikas rufen einen Staatenbund zur Beschleunigung der regionalen Integration ins Leben. Die Gründungsurkunde der «Union der Südamerikanischen Nationen» (Unasur) wurde von den Staats- und Regierungschefs bei einem Gipfeltreffen in der brasilianischen Hauptstadt Brasilia unterzeichnet. Den Vorsitz der Organisation übernimmt für das erste Jahr die chilenische Staatspräsidentin Michelle Bachelet. Unasur folge dem Modell der Europäischen Union, sagte der brasilianische Staatspräsident Luiz Inácio Lula da Silva. Der Subkontinent werde dank der neuen Integrationsbemühungen einen «riesigen Sprung in der wirtschaftlichen und sozialen Entwicklung» machen, versicherte er. Die Union sei ein entscheidender Schritt in Richtung der Integration Südamerikas.
 

21. April 2008

Der frühere katholische "Armen-Bischof" Fernando Lugo gewinnt klar die Präsidentenwahl in Paraguay mit 40,8 Prozent und erzwingt damit einen historischen Machtwechsel. In den Straßen der Hauptstadt Asunción feiern Zehntausende Menschen den Sieg Lugos und das Ende der seit 61 Jahren ununterbrochen regierenden Colorado-Partei. Lugos Kontrahentin Blanca Ovelar von der Colorado-Partei konnte nur rund 30 Prozent der Wählerstimmen auf sich vereinen. "Wir akzeptieren das Ergebnis", sagt die ehemalige Bildungsministerin und gesteht damit ihre Niederlage ein. Viele Beobachter glauben aber nicht, dass die Colorados Macht und Pfründe widerstandslos hergeben werden. Gewaltsame Unruhen und Tumulte in dem rund sechs Millionen Einwohner zählenden Land werden befürchtet. Mit Lugo an der Macht ist Paraguay nach Brasilien, Chile, Argentinien, Bolivien, Venezuela, Ecuador, Uruguay und Nicaragua das neunte Land in Lateinamerika mit einer linken Regierung.
 
 

17. April 2008

Im Paraná-Delta werden von Großgrundbesitzern ca. 70.000 ha Buschland brandgerodet, eine Fläche, die mit der des Bundeslandes Hamburg vergleichbar ist. Die Rauchwolke zieht über den gesamten Rio de la Plata bis nach Montevideo und sogar Punta del Este. Der Flughafen von Buenos Aires muss zeitweise seinen Betrieb einstellen und mehrere Straßen werden gesperrt. Aufgrund der extremen Rauchentwicklung kommt es zu zahlreichen Verkehrsunfällen, bei denen neun Menschen sterben und über fünfzig verletzt werden. Wegen Atembeschwerden und Augenreizungen müssen zahlreiche Menschen in Krankenhäuser eingeliefert werden. Die argentinische Präsidentin Cristina Kirchner verurteilt das Vorgehen als unverantwortlich und irrational. Laut Regierung laufen bereits strafrechtliche Ermittlungen wegen vorsätzlicher Umweltzerstörung und Gesundheitsschädigung.
 

16. Januar 2008

Paläontologen entdecken in Uruguay den Schädel eines wahrscheinlich ungefähr 1.000 Kilogramm schweren Nagetiers. Das wird aus der Vermessung des Schädels und einem Vergleich mit Überresten anderer Nagetiere geschlossen. Das Tier mit dem Namen Josephoartigasia monesi ist damit doppelt so schwer wie das bisher größte bekannte Nagetier Phoberomys und 16-mal schwerer als das Wasserschwein, das mit seinen 60 Kilogramm die Liste der größten lebenden Nagetiere anführt.
 

17. Dezember 2007

Der letzte Militärmachthaber Uruguays, Gregorio Alvarez, wird festgenommen und in ein Militärgefängnis gebracht. Der 82-Jährige muss sich wegen des spurlosen Verschwindens von etwa 40 politischen Gefangenen in der Zeit der Diktatur vor Gericht verantworten. Alvarez war von 1981 bis 1985 Chef der Militärregierung.
 

10. Dezember 2007

Im Hafen von Montevideo stößt das Kreuzfahrtschiff "Norwegian Dream" mit einem Frachter zusammen und wird am Bug beschädigt. Die 1700 Passagiere kommen mit dem Schrecken davon, der Hafen von Montevideo wird jedoch vorübergehend geschlossen, da bei der Kollision ein großer Teil der Ladung des Frachters über Bord geht. Das Schiff der Reederei Norwegian Cruise Line muss repariert werden, bevor es seine Reise von Buenos Aires nach Feuerland fortsetzen kann.
 

8. November 2007

Uruguays Präsident Tabaré Vázquez erteilt während des Iberoamerika-Gipfels in Santiago de Chile die Erlaubnis zur Inbetriebnahme der umstrittenen Zellulosefabrik in Fray Bentos. Zuvor waren erneut Gespräche zwischen Uruguay und Argentinien ergebnislos beendet worden. Seit zwei Jahren hatten argentinische Umweltschützer gegen die Anlage demonstriert, die am Grenzfluss Río Uruguay liegt. Unterstützt wurden sie dabei von Argentiniens amtierenden Präsidenten Néstor Kirchner. Seine Ehefrau Cristina Fernández de Kirchner, die sein Amt am 10. Dezember übernimmt, hatte die Gegner des Projekts unmittelbar vor dem Gipfel aufgefordert, sich zu mäßigen. Die Fabrik nimmt am folgenden Tag um sechs Uhr Ortszeit ihren Betrieb auf.
 

29. Oktober 2007

Uruguay bestellt als erste Nation das von der Initiative One Laptop per Child (OLPC) entwickelte so genannte 100-Dollar-Notebook. Das staatlich geführte Laboratorio Tecnológico del Uruguay ordert 100.000 Modelle für Schulkinder zwischen sechs und zwölf Jahren. Bis 2009 sollen weitere 300 000 Laptops hinzukommen. Ziel der OLPC ist es, jedem Kind, dem eine ordentliche Schulbildung dadurch erschwert ist, dass es in einem weniger hoch entwickelten Land lebt, einen Laptop zum Lernen zur Verfügung zu stellen. Der Preis des Computers, der ursprünglich bei 100 Dollar liegen sollte, hat sich inzwischen allerdings fast verdoppelt.
 

2. Oktober 2007

Uruguay will die Fußball-Weltmeisterschaft im Jahr 2030 zusammen mit Argentinien ausrichten - 100 Jahre nach der ersten WM, die in der Hauptstadt Montevideo stattfand. Das erklärt der Präsident des uruguayischen Fußballverbandes AUF, José Luis Corbo. Das Exekutivkomitee des südamerikanischen Verbandes Conmebol habe sich auf diese Kandidatur geeinigt. Eine gemeinsame Bewerbung hatte Uruguays Präsident Tabaré Vázquez schon vor zwei Jahren bei einem Besuch des Präsidenten des Weltfußballverbands Fifa, Joseph Blatter, in Montevideo befürwortet.
 

12. September 2007

Russland will die bilateralen Beziehungen mit Uruguay vertiefen. Das teilt der russische Außenminister Sergej Lawrowbei seinem Besuch in Montevideo mit, wo er mit Präsident Tabaré Vázquez und Außenminister Reinaldo Gargano zusammentrifft. Im uruguayischen Parlament ruft Lawrow zur Zusammenarbeit bei Investitionen auf. Russland habe Know-how etwa in der Stromwirtschaft und beim Bau von Gaspipelines anzubieten. Uruguay, das zurzeit dem Mercosur vorsitzt, lädt Russland zum nächsten Gipfel des Wirtschaftsverbundes im Dezember ein.
 

1. Juli 2007

Nach fast vierzig Jahren wird in Uruguay wieder eine  Einkommenssteuer von bis zu 25 Prozent erhoben. Vor allem Selbständige müssen mit Einbußen rechnen, während Angestellte bisher schon Abgaben leisten mussten, die nun von der neuen Einkommensteuer abgelöst werden. Sie bildet das Herzstück einer Reform des Steuersystems, das als schwerfällig gilt und nun einfacher und fairer werden soll.
 

19. Juni 2007

Uruguay gedenkt mit einem "Tag des nie wieder" der Opfer der Militärdiktatur von 1973 bis 1985. Die Feier am Geburtstag des Nationalhelden José Artigas solle die Versöhnung aller Uruguayer voranbringen, erklärt Präsident Tabaré Vázquez auf der zentralen Veranstaltung in Montevideo. Während rechtsgerichtete Ex-Präsidenten,unter anderem Vázquez' Vorgänger Jorge Batlle, erst gar nicht erscheinen, kommt es im Zentrum der Hauptstadt zu Zusammenstößen zwischen linken Gegendemonstranten und der Polizei.
 

30. Mai 2007

Ohne Ergebnis beenden Uruguay und Argentinien in New York eine erste Gesprächsrunde im Konflikt um den Bau einer Zellulose-Fabrik. Argentinien wehrt sich seit eineinhalb Jahren gegen die inzwischen fast fertige Anlage des finnischen Botnia-Konzerns auf der uruguayischen Seite des Río Uruguay und verlangt eine Verlegung. Initiiert hatte die Vermittlungsgespräche der spanische König Juan Carlos. Beide Seiten erklären zwar ihren "guten Willen", den Streit beizulegen, weichen jedoch nicht von ihren Positionen ab. Im Juni soll erneut verhandelt werden. Mit einer Einigung wird jedoch nicht vor Ende des argentinischen Präsidentschaftswahlkampfs im Oktober gerechnet. Beobachter deuten das als Indiz dafür, dass eine Entscheidung zugunsten Uruguays hinter den Kulissen bereits gefallen ist.
 

10. Mai 2007

Nach den schwersten Überschwemmungen seit 48 Jahren bittet Uruguays Regierung die Vereinten Nationen um Hilfe. Das Parlament hat den Staatsnotstand ausgerufen. Sieben der 19 Departamentos sind betroffen, 12 000 Menschen mussten evakuiert werden. Tausende Häuser und die öffentliche Infrastruktur sind zum Teil schwer beschädigt. 30 000 Menschen haben keinen Zugang zu sauberem Wasser. In Durazno ist der Pegel des Río Yí auf 14 Meter über Normal angestiegen - der größte Teil der Stadt steht unter Wasser.
 

7. Mai 2007

In Montevideo tritt das Parlament des Mercosur (Gemeinsamer Markt des Südens) zu seiner ersten Sitzung zusammen. Jedes der Mitglieder Argentinien, Brasilien, Paraguay und Uruguay stellt 18 Vertreter. Das noch nicht vollständig aufgenommene Venezuela nimmt mit Berater-Status teil. Die 72 Parlamentarier wählen den Paraguayer Alfonso González Núñez zum ersten Präsidenten des Organs mit ständigem Sitz in der uruguayischen Hauptstadt. Seine Entscheidungen sind für die Mitgliedsländer noch nicht bindend.
 

10. März 2007

Der amerikanische Präsident George W. Bush trifft sich mit seinem uruguayischen Amtskollegen Tabaré Vázquez auf dessen Landsitz Anchorena etwa 180 Kilometer nordwestlich der Hauptstadt Montevideo. Uruguay ist die zweite Station auf der Lateinamerikareise des US-Präsidenten. Bei dessen Ankunft in Montevideo am Vortag hatten etwa 6000 Menschen gegen den Besuch demonstriert. In den Gesprächen zwischen Bush und Vázquez geht es vor allem um eine weitere Vertiefung der Wirtschaftsbeziehungen.
 

13. Februar 2007

Das bekannte uruguayische Fotomodell Eliana Ramos wird im Haus ihrer Großeltern in Montevideo tot aufgefunden. Die 18-Jährige starb an einem Herzinfarkt, vermutlich infolge unzureichender Ernährung. Erst gut ein halbes Jahr zuvor, am 2. August 2006, war ihre vier Jahre ältere Schwester Luisel während einer Modenschau an Herzversagen nach Mangelernährung verstorben. Die Modewoche in Madrid entschloss sich daraufhin, keine stark untergewichtigen Modelle mehr auf den Laufsteg zu schicken.
 

25. Januar 2007

Uruguay und die USA unterzeichnen in Montevideo ein Trade and Investment Framework Arrangement (TIFA). Uruguay müsse "seine Möglichkeiten für eine breitere Erschließung der Weltmärkte nutzen", so Wirtschaftsminister Danilo Astori zu dem Rahmenvertrag, der als Vorstufe eines Freihandelsabkommens gilt. Damit verschärft sich auch die Krise des Mercosur. Die Regierung in Montevideo wirft dem südamerikanischen Wirtschaftsverbund vor, seine Interessen vor allem in der Auseinandersetzung mit Argentinien nicht ausreichend zu berücksichtigen.
 

23. Januar 2007

Schlappe für Uruguay im Rechtsstreit mit Argentinien: Montevideos Antrag auf eine einstweilige Verfügung wegen anhaltender Grenzblockaden wird vom Internationalen Gerichtshof in Den Haag abgelehnt. Die Sperren verursachten keine irreparablen Schäden, so Gerichtspräsidentin Rosalyn Higgins. Damit bleibt der seit über einem Jahr schwelende Konflikt um den Bau einer Zellulosefabrik ungelöst. Vor allem Uruguays Ferienziele leiden unter den Protestaktionen: In den ersten beiden Wochen des neuen Jahres sind 20 Prozent weniger argentinische Touristen eingereist als im Vorjahreszeitraum, berichtet das Tourismusministerium.
 

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